DIE KARLSBADER HÜTTE
Den Namen “Carlsbader Hütte” bekam als erste eine Hütte im Matschertal (Südtirol), die 1883 erstellt wurde. Die Sektion Prag, gab ihr diesen Namen aus Dank für die rege Mitarbeit vieler Karlsbader Bergfreunde in ihrer Sektion. Nach der Gründung der Sektion Karlsbad 1902 durch Karl Schöttner wurde diese Hütte in Höller Hütte (jetzt: seit 1986 Oberretteshütte) umbenannt.
Am 28. Juni 1906 kaufte die Sektion Karlsbad von der Sektion Teplitz die Leitmeritzer Hütte (im Laserz in den Lienzer Dolomiten). Diese ist am 1. September 1888 als Schutzhütte ohne Bewirtschaftung eingeweiht wor
den. Gleichzeitig wurde beim Deutschen und Österreichischen Alpenverein die Umbenennung in Karlsbader Hütte beantragt. Am 6. September 1908 wird die inzwischen umgebaute Hütte feierlich eingeweiht, und ab diesem Zeitpunkt auch bewirtschaftet. In den Kriegsjahren (1915 – 1918) wurde die Hütte nicht bewirtschaftet. 1919 jedoch konnte man wieder beginnen. Im gleichen Jahr wurde auch das während des 1. Weltkrieges eingedrückte Dach repariert. 1920 musste sich die Sektion auf Druck der neuen tschechoslowakischen Regierung in “Deutscher Alpenverein Karlsbad” umbenennen. Die erfreuliche Zunahme an Mitgliedern aus den Nachbarorten bewog die Sektion in der Hütte 1911 ein “Saazer” und ein “Weiperter” Zimmer und 1922 ein “Graslitzer” Zimmer einzurichten.
Im Herbst 1922 wurde auch der 2. Hüttenumbau begonnen, der vorerst letzte bis zur großen Sanierung 1970 bis 1974. 1939 mußte der Verein erneut seinen Namen ändern und heißt nun “Deutscher Alpenverein Zweig Karlsbad e.V.” Durch die Nachkriegswirren und die Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetenland wurde um das Eigentumsrecht der Hütte heftig gekämpft. Der Sektion Lienz gelang es jedoch 1951 die Betreuung der Hütte zu erhalten. Sie gründete daraufhin am 19. Mai 1951 eine “Gruppe Karlsbad” innerhalb der Sektion, der die Betreuung der Hütte übertragen wurde. Am 26. Juni 1951 wurde die Hütte samt Inventar an den Alpenverein, Sitz Innsbruck übergeben. Am 26. Juni 1957 endlich wurde das Eigentumsrecht auf die Karlsbader Hütte wieder dem “Deutschen Alpenverein Karlsbad e.V.” mit Sitz in München zuerkannt. 1964 wurde durch Aufstockung die Anzahl der Betten um 25 und die der Matratzenlager um 40 erhöht (III.Umbau).
1969 wurde der Versorgungsweg (Forststraße) gebaut, der jetzt den Warentransport mit geländegängigen Fahrzeugen erlaubte. Von 1970 bis 1974 erfolgte eine große Sanierung in drei Bauabschnitten (IV.Umbau). Die Hütte hatte nunmehr 40 Betten und 60 Matratzenlager.
1985 wurde der lang ersehnte Wunsch nach einer Terrasse Wirklichkeit. Außerdem wurde die dringend notwendige Dachhebung vorgenommen (V.Umbau).
In den Jahren 1991 bis 1993 wurde eine Solaranlage installiert. 1996 auf 1997 wurde der Gastraum durch einen Anbau erweitert (VI.Umbau). Außerdem wurde die Wasserversorgung durch den Einbau eines größeren Quellbehälters verbessert. 1998 musste der Versorgungsweg nach schweren Unwettern saniert werden. 2001 wurde die neue biologische Kläranlage in Betrieb genommen.
Im Jahr 2006 wurde ein Erweiterungsbau (VII.Umbau – Baukosten: ca. 450 000 Euro) in Angriff genommen, um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden und damit die Hütte für die weitere Zukunft gerüstet ist. Im Zuge dieses Erweiterungsbaus ist auch ein Winterraum für 6 Personen mit eigenem Zugang geschaffen worden.
Seit 2007 stehen nunmehr den Bergsteigern und Bergwanderern 68 Betten und 32 Lagerplätze (3 Matratzenlager) zur Verfügung.
Im Rahmen der 100-Jahrfeier (21.08.-24.08.2008) wurde der neue Um- und Eweiterungsbau (VII Umbau) eingeweiht. Ende 2008 wurde ein 20-KW-Blockheizkraftwerk (Gasbetrieb) eingebaut.
Neben der Solaranlage ist nunmehr durch den Bau des BHKW eine ausreichende umweltfreundliche Wärme- und Stromversorgung gewährleistet. Es stehen nunmehr auch Warmduschen zur Verfügung.
Im Mai/Juni 2008 wurden größere Instandsetzungsarbeiten (mit Stützmauer) an der Versorgungsstrasse bei der “Hohen Trage” nahe der Lienzer Dolomitenhütte durchgeführt.
Um für den Hüttenwirt optimale Bedingungen zur Versorgung der Gäst zu schaffen, soll 2009/2010 der gesamte Küchenbereich umgebaut werden.
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Die Geschichte der Karlsbader Hütte
Die Geschichte der KBH tabellarisch



